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Donnerstag, 15.00 Uhr. Die Laufschuhe stehen im Flur, sie warten auf den Spendenlauf der ersten und zweiten Klassen, den der SPB organisiert hat. Nicht der Förderverein, wir haben es in diesem kurzen Schuljahr gar nicht erst gewagt, einen Sponsorenlauf aller Klassen, verteilt auf zwei Schulhöfe, und alle Lehrer*innen und Erzieher*innen unter einen Hut zu bekommen. Und dann kamen drei Sportbegeisterte, Frau Höfig, Turbo-Hinze und Power-Paulisch, und nahmen es einfach selbst in die Hand, eben für die ersten beiden Stufen.

15.15 Uhr. Es schüttet wie aus Kübeln. In „meiner“ Klasse laufen nicht so viele mit, um so weniger Lust, aber eine umso größere Pflicht, irgendwie….also doch die Schuhe geschnürt.

15.30 Uhr: Laute Musik dringt aus der Turnhalle. Spontan und flexibel hat der Hort alle Kinder in die Turnhalle bugsiert. Meine Tochter begeistert: „Mama, du läufst doch mit??!!!!“ – „Ja klar…!“ Langsam bekomme ich doch Lust auf´s Laufen. Sabine vom Landhaus übernimmt kompetent die Erwärmung. Mit der Körpertemperatur steigt auch meine Laune. Es ist sehr sehr warm in der Halle – und die Laune steigt weiter. Ein Vater wird überredet, in normalen Straßenklamotten mitzulaufen, für unsere Klasse. Die Tochter: Stolz und froh.

Dann geht es los: alle Erstklässlerinnen und Erstklässler laufen, rennen, rasen Runde um Runde. Manchmal ist in der Kurve die Geschwindigkeit zu hoch, mehr als ein Kind musste sich wieder aufrappeln. Ein Bild für die Götter waren die Eltern an den Klassentischen: Um möglichst fix den Strich für die Runde auf dem Rundenzettel zu ziehen, standen sie in Lauerstellung und malten im Akkord Strich für Strich. Bei den zweiten Klassen konnten wir Erwachsenen gemeinsam mit den Kindern laufen, denn wir waren ja nicht so viele. Ich glaube ich war das Schlusslicht unserer Klasse. Meine Tochter hat mit jedenfalls sehr schnell überrundet. Aber auch von anderen Klassentischen angefeuert zu werden – das spornte an, Danke Euch. Kinder aus unserer Klasse buchstäblich an die Hand zu nehmen, wenn sie doch zu schnell losgaloppiert waren und dachten sie können nicht mehr – das ist schön. In der dritten Runde, ich bin nicht die Erste die diese Formulierung wählte, starteten „die ganz Verrückten“. Nämlich die wirklich sehr zahlreichen Eltern der drei ersten Klassen nebst der Erzieher*innen. So kamen die ersten Klassen auf Rundenzahlen in schwindelerregenden Höhen.

Um 17.15 Uhr gibt es Obst und Gemüse für alle. Danke, lieber SPB, dass ihr uns Eltern zumindest in Teilen aktiviert habt, das Anfeuern und Laufen hat großen Spaß gemacht.

Und meine Tochter stellt abends die alles entscheidende Frage: Warum gewinnt eigentlich immer die Klasse von Herrn Paulisch?

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